2020: Glücksspiellizenz erhalten – Ein Überblick aus Malta

Glücksspiellizenz Malta

Glücksspiele gibt es schon seit Jahrtausenden. In seiner Form könnte es dabei unterschiedlicher nicht sein, denn allein die Liste der Kategorien wie Kartenspiele oder Würfelspiele ist endlos lang. Im Laufe der Geschichte hat sich der Schauplatz dieser Spiele aber auf einen Ort verlagert, welchen wir heute Casino nennen. Im weiteren Verlauf und mit der Erfindung des Internets und dessen rasenden Entwicklung hat sich der Ort des Geschehens erneut verlagert: ins Internet.

Online-Glücksspiel als riesiger Markt

Die Verlagerung ins Internet war schon lange prognostiziert worden und das Onlineglücksspiel erreicht mit seinen 39 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr zwar noch nicht den des klassischen Glücksspiels (ca. 329 Mrd Euro), müsste ich wetten, würde ich jedoch darauf setzen, dass der Onlinemarkt eines Tages größer sein wird als der lokale Markt.

Bedeutung der Glücksspiellizenzen für Malta

In Malta floriert das Geschäft von Online-Casinos besonders. Das hat drei Gründe:

  1. Die niedrige Effektivbesteuerung einer Malta Limited
  2. Der niedrige Steuersatz auf Glücksspiele
  3. Die juristisch guten Voraussetzungen für Onlineglücksspiel

Die Bedeutung des Glücksspiels ist dabei für Maltas Wirtschaft sehr groß. Mit 12% Anteil am Bruttoinlandsprodukt hat Glücksspiel einen 11 Mal höheren Anteil am BIP als EU-Durchschnitt (Stand 2014). Gerade was die Vergabe der Glücksspiellizenzen angeht, ist Malta im Vergleich zu seinen EU-Partnern wesentlich offener. Auch was den Preis der Lizenz angeht, kommt man in Malta vergleichsweise besser weg.

Glücksspiellizenzen in Deutschland

Besonders deutlich wird der Vorteil im Vergleich zu Deutschland: In den meisten Bundesländern werden überhaupt keine Genehmigungen vergeben. Diese Tatsache beruht auf dem Glücksspielstaatsvertrag aus dem Jahr 2007. Dieser sieht vor, dass das Monopol auf Glücksspiel beim Staat liegt. Der Vertrag ist zwar Ende 2011 wieder außer Kraft getreten, aber lediglich Schleswig-Holstein hat daraufhin seinen Umgang mit Glücksspiellizenzen verändert und vergibt seitdem wenige Genehmigungen an Bewerber. Was vielen sicherlich noch nicht bekannt ist: Nach Ablauf des alten Staatsvertrags wurde ein neuer aufgesetzt, der die Monopolstellung des Staates weiter aufrecht erhält, jedoch weniger strikt wie bisher. In einem aktuellen Vergabeverfahren sollen nun aber 20 Lizenzen vergeben werden. Jedoch ist bis heute (Dezember 2017) noch keine Vergabe geschehen, da es im Konzessionierungsverfahren mehrere Fehler gab, gegen die leer ausgegangene Bewerber erfolgreich geklagt hatten. Insbesondere die von der EU geregelte Wettbewerbsfreiheit wurde im Vergabeverfahren nicht beachtet.
Ähnlich ist dies übrigens in den meisten anderen EU-Ländern. Bis auf wenige Ausnahmen, darunter Malta, liegt das Glücksspiel-Monopol beim Staat, was es Unternehmen unmöglich macht, dort eine Glücksspiellizenz zu erhalten. Italien ging sogar soweit, dass das Nutzen ausländischer Glücksspielservices unter Strafe verboten war, ehe der europäische Gerichtshof das Gesetz für nichtig erklärt hatte.

Glücksspiellizenz: In 4 Kategorien gestaffeltes Lizenzsystem

Das Lizenzsystem in Malta ist in 4 Kategorien unterteilt. Je nach Angebot des Anbieters wird eine oder eine Kombination verschiedener ausgestellt. Folgende Infografik visualisiert die verschiedenen Lizenzklassen:

Lizenzklassen für Glücksspiel aus Malta
Maltas Lizenzklassen für eine Glücksspiellizenz erklärt. © Philipp Sauerborn, Verbreitung nur mit Genehmigung
  • Class 1: Remote Gaming Licence. Diese Lizenz muss beispielsweise von Anbietern mit casinoähnlichen Spielen beantragt werden. Genauso fallen Onlinelotterien unter diese Kategorie.
  • Class 2: Remote Betting Licence. Eine Lizenz, die sich an Wettanbieter richtet.
  • Class 3: Diese Lizenz ist vor allem für Unternehmen gedacht, die Spiele und Wetten zu festen Quoten und Spieleinsätzen anbieten. Diese Lizenz nutzen hauptsächlich Onlinepoker-Anbieter.
  • Class 4: Host Licence. Diese Lizenz richtet sich nicht direkt an Glücksspielanbieter, sondern an Unternehmen, die die Plattform (bspw. Server) für den Onlineservice bieten.

So viel kostet eine Glücksspiellizenz aus Malta

Neben der in der Grafik genannten Kosten, die vor allem auf dem Umsatz basieren, werden bei der Bewerbung für eine Glücksspiellizenz in Malta noch weitere Beträge von der Malta Gaming Authority in Rechnung gestellt. Auch diese Beträge habe ich in einer Infografik zusammengestellt:

So viel kostet eine Glücksspiellizenz aus Malta

An keinem Ort in Europa ist es attraktiver, einen Onlineglücksspielservice anzubieten, als in Malta. Sowohl durch die guten Grundvoraussetzungen die das Land international agierenden Unternehmen bietet, als auch durch die attraktive steuerliche Handhabung einer Firma in Malta. Sollten Sie mit dem Plan spielen, einen Onlineglücksspielservice ins Leben zu rufen oder mit Ihrem Unternehmen zu expandieren, dann können Sie mir gerne eine Nachricht schreiben. Gemeinsam werden wir dann Ihre Pläne analysieren und erörtern, ob und wenn ja, in welcher Konstellation Malta für Sie Sinn machen kann. Ich würde mich freuen, von Ihnen zu hören.

 

Die maltesische Flagge auf den Schiffen Europas

Die maltesische Flagge auf den Schiffen Europas

Mein heutiges Thema: die maltesische Flagge und was diese auf so vielen Schiffen zu suchen hat und wie diese fast auf dem Traumschiff gelandet wäre. Was kurios klingt, ist Realität. Malta hat eines der größten Schiffsregister der Welt. Der ein oder andere wird dem Thema in den vergangenen Monaten über den Weg gelaufen sein, als es prominent in den Medien vertreten war.

Zuerst etwas Hintergrundinformationen: Ein jedes Schiff fährt unter einer bestimmten Flagge eines bestimmten Landes. Das bedeutet, dass das Schiff seinen Heimathafen in dem entsprechenden Land hat und der Schiffseigner dort seine Steuern für etwaige Einnahmen auf dem Schiff bezahlt. Das Ausflaggen hat auch immer zur Folge, dass auf dem Schiff die entsprechenden Gesetze des Landes gelten, insbesondere ist dies für Arbeitsverträge interessant, da natürlich auch das Arbeitsrecht des Landes auf dem Schiff gilt.

Vielzahl von Schiffen fährt unter maltesischer Flagge

Doch welche Bedeutung spielt Malta dabei? Nun, eine Vielzahl von Schiffen fährt unter maltesischer Flagge. Die Gründe dafür sind vielfältig, aber hier eine kleine Auswahl:

  • Es gilt maltesisches Arbeitsrecht

Auch wenn das maltesische Arbeitsrecht sehr auf Einhaltung der üblichen Arbeitsverhältnisse Wert legt, gibt es einige Unterschiede zum Arbeitsrecht in beispielsweise Deutschland. Ein gerade für große Kreuzfahrtschiffe wichtiger ist, dass es in Malta keine Begrenzung an Nicht-EU-Mitarbeitern gibt. So müssen bei Rekrutierungsprozessen keine bestimmten Quoten erfüllt werden.

  • Steuerliche Vorteile machen Malta attraktiv

    Ähnlich wie die Steuervergünstigungen für eine Malta Limited, hat die Regierung Maltas auch für Schiffbetreiber ein attraktives Paket geschnürt. Besonders bei Kreuzfahrtschiffen (>1000 Tonnagen) ist das Sparpotenzial riesig: Die „Shipping Organisations“ sind für Erträge aus dem Schiffverkehr von der Einkommenssteuer befreit. Aber auch für private Personen kann ein Schiff in Malta sehr lukrativ sein: Abhängig von der Größe des Schiffes, kann man sich in Malta Teile der Mehrwertsteuer des Kaufpreises erstatten lassen. Ebenso entfällt in Malta die Stempelgebühr, die anfällt, wenn ein Schiff umgeschrieben wird, also bei Verkauf etc.

Das „Traumschiff“ unter maltesischer Flagge

Diese Möglichkeiten blieben natürlich nicht unentdeckt und einige bekannte Schiffe fahren seit geraumer Zeit unter maltesischer Flagge. Bestes Beispiel für die Ausflaggung, also das Registrieren eines Schiffes, ist das „Traumschiff“. Die mediale Resonanz über den Plan die ehemals MS Deutschland unter maltesische Flagge zu setzen, hat mich ehrlichgesagt sehr überrascht. Der Kapitän des Schiffes erhielt bei seiner Kritik an der Ausflaggungen des letzten Kreuzfahrtschiffes unter deutscher Flagge namenhafte Unterstützung aus Politik erhalten. Jedoch muss fairerweise auch gesagt werden, dass die Zuschüsse und Anreize für Schifffahrtbetreiber stark gekürzt wurden. Dass sich ein gesundes Unternehmen dann nach einer besseren Alternativen umsieht, halte ich für einen normalen Schritt. Letzen Endes war der Druck aber wohl zu groß und die Reederei ließ die MS Deutschland weiterhin MS Deutschland heißen.

Das Registrieren eines Schiffes bzw. einer Yacht in Malta hat insbesondere in Deutschland ein großes, überwiegend negatives, mediales Echo ausgelöst, ungeachtet dessen, dass es sich hierbei um eine reguläre Schiffsregistrierung handelt. Gerade wer in internationalen Gewässern unterwegs ist, hat in meinen Augen in besonders hohem Maße das Recht, ein Schiff dort zu registrieren, wo es für ihn am besten ist. Dass Malta diesen Bedarf zu bedienen weiß, ist dabei legitim.

Update: Double Irish With a Dutch Sandwich: So sparen Apple und Co.

Double Irish With a Dutch Sandwich

Update vom 29.03.2017: 

Angesichts der neuerlichen Steuersituation hervorgerufen durch Apples Verurteilung zur Nachzahlung eingesparter Steuersummen in Irland hat sich die Sachlage etwas geändert. Hierfür möchte ich auf meinen Beitrag zu Apples Steuernachzahlungen in Irland verweisen.


Eine Firma in Malta ist für viele Unternehmen die Möglichkeit, innerhalb der EU auf verhältnismäßig einfachem Wege die Steuersituation zu verbessern und das Unternehmen so zu entlasten. Von den ganz großen Unternehmen hat man allerdings noch nichts im Hinblick auf eine Firmierung in Malta gehört. Was machen Apple, Microsoft und Co. und warum nutzen solche Unternehmen nicht auch die Malta Limited? Dieser Frage möchte ich heute auf den Grund gehen.

Steuereinsparungen bei Apple in Milliardenhöhe durch Verlagerungen ins Ausland

Dass Unternehmen wie Microsoft und Apple sehr viel Aufwand darin investieren, um möglichst wenig Steuern zu bezahlen ist verständlich. Bei knapp 73 Milliarden beziehungsweise 171 Milliarden Dollar Umsatz jährlich sind das gleichzeitig äußerst rentable Bemühungen. Apple beispielsweise hat durch einen speziellen Deal mit der irischen Regierung Steuereinsparungen im zweistelligen Milliarden Bereich erreicht. Der Deal sieht vor, statt der ohnehin niedrigen 12% Steuern nur 2% Steuern zahlen zu müssen. Durch Auslagerung von Lizenzgeschäften auf Tochterfirmen im Ausland und der Hortung von Bargeldreserven ebenfalls in steuergünstigen Ländern zahlt Apple verhältnismäßig kaum Steuern in den USA, wenn auch der bezahlte Betrag in der Summe sehr hoch ist. John McCain, ehemaliger Präsidentschaftskandidat in den USA sagte hierzu treffend:

„Apple bezeichnet sich selbst als größten amerikanischen Steuer Zahler der Körperschaftssteuer, aber gemessen an der reinen Größe ist es auch einer von Amerikas größten Steuervermeidern.“

Double Irish With a Dutch Sandwich System ist kompliziertes Steuermodell

Das System das Apple, Microsoft und auch Google verfolgen heißt Double Irish With a Dutch Sandwich. Ohne näher darauf eingehen zu wollen, werden hierbei durch zwei irische Firmen (Double Irish) sowie eine Firma in den Niederlanden (Dutch) Steuern gespart. Das Geld wandert hierbei von der einen irischen Firma zum niederländischen Unternehmen und zurück zur zweiten irischen Firma (Sandwich: Irland – Niederlande – Irland). Durch ein Abkommen zwischen den Niederlanden und Irland fallen so nahezu keine Steuern an. Besonders bei Lizenzgeschäften wird dies ausgenutzt.

Apples Steuermodell ist sehr kostspielig – Für die meisten ist das Malta Modell geeigneter

Nun wird auch klar, warum solche Unternehmen nicht auch auf Malta mit einer Malta Limited angesiedelt sind: Zwar ist die Effektivbesteuerung sehr attraktiv, die durch das Double Irish With a Dutch Sandwich System entstehende Besteuerung erlaubt aber noch größere Einsparungen. Warum nutzen dann nicht alle Unternehmen dieses kuriose System? Ganz einfach: Es ist enorm aufwendig und kostspielig. Das Erbauen eines solchen Systems dauert sehr lange und ist steuerrechtlich eine absolute Gratwanderung. Apple und Co. haben für viel Geld Steuerexperten aus der ganzen Welt angeheuert, um das Risiko möglicher Steuernachzahlungen zu minimieren. Zusätzlich dazu machen die besonderen Deals der Unternehmen mit der irischen Regierung die Steuersätze erst möglich.

Wer also noch kein Unternehmensimperium unter seinen Fittichen hat, für den ist das Unternehmenssplitting in Irland und den Niederlanden nahezu unrealisierbar. In diesen Fall ist eine Malta Limited wesentlich interessanter und die Gründung mithilfe der Experten der Kanzlei Dr. Werner & Partner auch einfacher.

Kann ich mich in Malta vor CRS schützen?

Im Rahmen meiner Tätigkeit bei der Kanzlei Dr. Werner & Partner berate ich Interessenten und Mandanten dahingehend, inwiefern sie von Malta und seinen Steuervorteilen profitieren können. In Zusammenhang mit dem Start des automatischen Informationsaustausches (Common Reporting Standard, kurz CRS) habe ich vermehrt Anfragen von Menschen erhalten, die nach geeigneten Ländern suchen, um weiterhin einer Steuerlast aus dem Weg zu gehen. Meine Antwort fällt hierbei immer eindeutig aus.

Malta kein Versteck für am Fiskus vorbeigeschleustes Geld

Besonders wichtig ist, dass Malta nicht als Ersatz für dubiose Steueroasen und Versteck für am Fiskus vorbeigeschleustes Geld herhalten kann. Deswegen erteile ich Interessenten, die ihr Geld im Ausland gebunkert hatten, dies aber jetzt wegen CRS nicht mehr können, eine klare Absage. Nicht nur, weil Malta hierfür gänzlich ungeeignet ist (Malta hat sich auch zum Austausch verpflichtet), sondern auch weil ich der Meinung bin, dass das der gänzlich falsche Weg ist. Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat!

Malta bietet legale Möglichkeiten zur Steueroptimierung

Das heißt allerdings nicht, dass man nicht dennoch von Malta profitieren kann, dennoch muss man sich von dem Gedankengut verabschieden, dass Malta die neue Schweiz ist. Auf der Basis, dass auf legalem Wege erzielte Einnahmen nur niedrig versteuert werden soll, ist Malta wie gesagt durchaus eine sinnvolle Alternative. Beispielsweise gibt es hierfür das Global Residence Programme, welches die Besteuerung von im Ausland erzielten Einkünften von in Malta lebenden Angestellten mit nur 15% vorsieht. Auch gibt es das Malta Limited Modell, welches sich für den ein oder anderen eignen kann.

Fazit: In Malta kann man sich nicht vor CRS schützen

Grundsätzlich gilt jedoch: Wer von Malta und seinen Steuervorteilen profitieren möchte, der sollte auch dazu bereit sein, nach Malta auszuwandern. Wir von der Kanzlei Dr. Werner & Partner sind der Meinung, dass man so die besten Chancen hat zu profitieren. Abschließend also mein Fazit: Kann man sich in Malta vor CRS schützen? Nein, kann man nicht. Wer aber nach einer legalen Möglichkeit zur Steueroptimierung sucht, für den kann Malta durchaus eine Alternative sein.

Wollen Sie wissen, ob das Thema Steueroptimierung in Malta auch für Sie in Frage kommt? Hinterlassen Sie mir eine Nachricht und ich werde mir Ihren Fall ansehen.

BEPS: Das ändert sich für die Malta Limited

Die OECD hat vergangenen Monat einen Aktionsplan vorgestellt, der die Steuervermeidung im Ausland verhindern soll. Viele Staaten haben sich dazu erklärt, den 15-Punkte Plan zeitnah umsetzen zu wollen, auch wenn es teilweise noch Gesetzeshürden gibt, die es zu überwinden gilt. Nachdem ich einen Beitrag über den Base Erosion and Profit Shifting Aktionsplan, kurz BEPS, verfasst hatte, erreichten mich einige Fragen, was sich konkret für die Malta Limited ändern wird. Dies möchte ich in meinem heutigen Beitrag beleuchten.

BEPS soll Steuerschlupflöcher stopfen

Zunächst einmal möchte ich kurz zusammenfassen, was der BEPS Aktionsplan überhaupt ist. Es handelt sich hierbei um einen 15-Punkte Plan im Kampf gegen die Ausnutzung von Steuerschlupflöchern, die sich durch international unterschiedliches Steuerrecht ergeben. Während es direkt nach der Vorstellung des Planes auf Grund von rechtlichen Fragen (BEPS ist kein staatsrechtlicher Vertrag) noch unklar war, ob er überhaupt umgesetzt werden konnte, so macht es jetzt den Eindruck, als würde er zumindest in Teilen wirklich Realität werden.

BEPS beeinflusst Malta Limited Modell nur teilweise

Generell stellt sich nun natürlich die Frage, inwiefern BEPS das Malta Limited Modell beeinflusst. Prinzipiell basiert das Malta Limited Modell auf der in der EU geltenden Niederlassungsfreiheit und somit ist klar, dass solange die Unternehmensmasse wirklich in Malta liegt, BEPS keine Auswirkungen auf das Unternehmen hat. Interessant wird es erst, wenn Teile des Unternehmens im Ausland liegen. Problematisch wird es nämlich, wenn nach Auffassung des jeweiligen Finanzamts eine Betriebsstätte der Malta Limited außerhalb Maltas vorliegt, denn dann herrscht dort Steuerpflicht. Ein Punkt des Aktionsplans sieht nun vor, dass Warenlager entgegen der bisherigen Form auch als Betriebsstätten gewertet werden. Ein Management in Malta und Warenlager beispielsweise in Deutschland würde damit bedeuten, dass an beiden Orten eine Steuerpflicht besteht.

Dazu möchte ich abschließend kurz erwähnen, dass die von der Kanzlei Dr. Werner & Partner gegründeten Firmen in Malta hierbei keine Probleme zu erwarten haben, da wir größten Wert darauf legen, dass die Unternehmensmasse in Malta liegt. Wie immer sieht die Sache von Fall zu Fall anders aus und bedarf einer detaillierten Betrachtung. Wenn Sie also wissen möchten, wie es in ihrem speziellen Fall aussieht, dann können Sie mir gerne schreiben.

Individual Investor Programme Malta – Infos

Wir von der Kanzlei Dr. Werner & Partner sind in Malta in verschiedenen Themenbereichen tätig. In den meisten Fällen geht es um Steueroptimierung für unsere Mandanten, die von Malta und seinen Steuervorteilen profitieren wollen. Den größten Teil machen dabei Unternehmer aus, die ein bestehendes Unternehmen nach Malta verlegen oder ein gänzlich neues Unternehmen gründen wollen. Dabei spielt das Malta Limited Modell oder das Malta Holding Modell die zentrale Rolle. Immer wieder ersuchen jedoch auch Privatpersonen Hilfe, die nach Malta ziehen wollen, denn: das Land bietet auch für Privatpersonen so einige Vorteile, unter anderem das Individual Investor Programme.

Individual Investor Programme bringt maltesischen Pass

Das Individual Investor Programme Malta ist eine vom Staat ins Leben gerufene Initiative, die es EU-Ausländern ermöglicht, gegen Aufwendungen siebenstelligen Bereich die maltesische Staatsbürgerschaft zu erlangen. Die Vorteile liegen auf der Hand: problemloses Reisen im Schengenraum oder stabile politische Verhältnisse sind da nur zwei. Darüber hinaus genießt der Partizipant sämtliche Vorteile des Global Residence Programmes, wie die 15% Besteuerung des Einkommens, welches außerhalb von Malta generiert wird.

Hohe Ausgaben für Individual Investor Programme

Wie bereits angedeutet, muss man für den maltesischen Pass tief in die Tasche greifen. Möchte man nur einen Pass, so fallen mindestens 1,15 Millionen Euro an. Sollen noch angehörige wie Ehepartner oder Kinder einen Pass bekommen, fallen für jeden Zugehörigen noch einmal 25 000€ an. Sind die Kinder bereits über 18 aber unter 25 und unverheiratet, kostet der Pass für diese 50 000€, genau so viel wie für Elternteile über 55.

Das Individual Investor Programme lohnt sich in der Regel nur für EU-Ausländer, da der größte Vorteil ohne Zweifel der des maltesischen Passes ist. Für Angestellte aus dem EU-Raum, die von einer niedrigen Einkommensbesteuerung profitieren wollen, ist das Global Residence Programme damit wesentlich interessanter. Das Minimalinvestitionsvolumen liegt hierbei wesentlich niedriger, jedoch können auch hier nur Einkünfte aus dem Ausland mit 15% versteuert werden.

Kriterien für eine Malta Limited bzw. Gründung in Malta

Die Gründung einer Firma in Malta wird immer populärer und wir bei der Kanzlei Dr. Werner & Partner haben ein gesteigertes Interesse an der Malta Limited feststellen können. Verständlicherweise, denn nur wenige Menschen haben kein Problem mit einer hohen Steuerlast. Was wir jedoch auch feststellen, ist, dass das Vorwissen der Interessenten zum Thema Firmengründung in Malta große Lücken aufweist. Zwar sind wir gewissermaßen da, um solche Lücken zu füllen, oftmals ließe sich jedoch von vornherein die Idee verwerfen, da die fundamentalsten Voraussetzungen nicht gegeben sind. Darum seien diese hier heute vorgestellt.

Substanzschaffung muss für Gründung von Malta Limited möglich sein

Das fundamentalste Kriterium ist Möglichkeit der Substanzschaffung in Malta. Wer den Betrieb seines Unternehmens nicht nach Malta verlegen kann, der wird nicht vom Malta Limited Modell profitieren können. Mit Substanzschaffung ist in diesem Zusammenhang die Verlegung der Unternehmensmasse nach Malta gemeint. Das schließt das Ausführen von geschäftsführenden Tätigkeiten physisch von Malta aus ein, aber auch die eigentliche Tätigkeit des Unternehmens. Prinzipiell ist es zwar möglich, dass der Geschäftsführer nach wie vor im Ausland lebt, davon raten wir aber in der Regel ab. Dieses Kriterium schließt beispielsweise handwerkliche Betriebe aus, während Onlinedienstleister prädestiniert sind.

Gründung von Malta Limited lohnt sich nicht immer

Nicht zwingend eine Grundvoraussetzung, aber in meinen Augen dennoch wichtig: der perspektivische Umsatz. Die Gründung einer Malta Limited macht bei niedrigen Umsätzen schlichtweg keinen Sinn, da der Aufwand (sowohl finanziell als auch zeitlich) zu hoch wäre. Die Messlatte setzen wir dabei bei knapp 250 000€ perspektivischem Gewinn an. Sehr hoch wird jetzt der ein oder andere denken, insbesondere in der Onlineglücksspielbranche, die in Malta ein starkes Wachstum zu verzeichnen hat, ist dies jedoch eine durchaus zu erreichende Marke.

Mit diesen Einschränkungen will ich niemanden entmutigen, seine unternehmerischen Ideen umzusetzen, vielmehr dient er der Desillusionierung. Das Malta Limited Modell eignet sich hervorragend zur Senkung der effektiven Steuerlast, nur einfach nicht für jedermann.

Geschäftskonto in Malta für Limited eröffnen

Wer eine Firma in Malta gründet, der wird für diese früher oder später ein Geschäftskonto benötigen, auf welchem die Umsätze der Limited ein- und ausgehen. Viele Gründer, besonders solche die sich das erste Mal mit der Thematik auseinandersetzen, erwarten, dass dies gleich der Eröffnung eines Privatkontos von statten geht. Dem ist allerdings nicht so, was sich allein an der Bearbeitungsdauer erkennen lässt, die, abhängig von der Bank, bis zu 8 Wochen beträgt.

5 Banken kommen für Geschäftskonto für Malta Limited in Frage

Am Anfang aller Überlegungen zum Thema Eröffnen eines Geschäftskontos auf Malta steht immer die Wahl der Bank. Wir von der Kanzlei Dr. Werner & Partner arbeiten mit diversen Banken zusammen, ganz abhängig von den Bedürfnissen des Mandanten. Soll die Firma unseres Mandanten beispielsweise Glücksspiel anbieten, kommen in der Regel die BOV (Bank of Valletta), Banif Bank oder die Sparkasse Malta in Betracht. Bei ersterer kommt es leider immer wieder zu Verzögerungen bei der Eröffnung, die sich dann Monate hinziehen kann. Bei der Banif Bank muss man mit etwa 8 Wochen Bearbeitungszeit rechnen und bei der Sparkasse von etwa 4 Wochen. Wer schneller ein Konto benötigt, dem können wir die Nemea Bank empfehlen, die jedoch eine reine Internetbank ohne Filiale ist. Der Vorteil liegt hier darin, dass man innerhalb von 1-2 Wochen ein Konto hat. Wer besondere Ansprüche hat, kann ein Konto bei der HSBC eröffnen. Hier sollte jedoch klar sein, dass die HSBC sich ihre Kunden sehr genau ansieht und bei weitem nicht jeder ein Konto erhält. Für die Anfangszeit der Firma in Malta ist sie daher eher nicht zu empfehlen.

Compliance-Auftrag muss von jeder Bank in Malta erledigt werden

Egal bei welcher Bank in Malta Sie ein Geschäftskonto eröffnen wollen, sie alle müssen einem so genannten Compliance-Auftrag nachkommen. Diese Sorgfaltspflicht beinhaltet die genaue Prüfung des Eröffnenden auf Herz und Nieren. Sie ist dafür verantwortlich, dass die Eröffnung des Geschäftskontos häufig so lange dauert. Letztlich spricht diese Sorgfalt jedoch für die Vertrauenswürdigkeiten der Banken und da die Gründung einer Malta Limited ohnehin kein kurzfristiges Unterfangen sein sollte, sind die Wochen in der Regel nicht entscheidend.

Meine Erfahrungen mit der Kanzlei Dr. Werner & Partner

Es gibt heute viele Firmen, die sich stolz „Gründungsagenturen“ nennen und dabei unwissende Unternehmer auf der Suche nach Möglichkeiten zur Steueroptimierung auf Malta zur Gründung einer Malta Limited bringen. Ob die Gründung der Firma dabei für den Klienten lohnt, geschweige denn überhaupt Sinn macht, wird – leider – von den Agenturen oftmals ignoriert, da sie ihr Geschäftskonzept als reine Dienstleistung verstehen und diese auf Auftrag ausführen. Glücklicherweise ist dies bei der Kanzlei Dr. Werner & Partner aus Malta nicht so. Diese positive Erfahrung durften nun schon viele Mandanten machen.

Gute Erfahrung mit Kanzlei Dr. Werner & Partner wegen überlegter Gründung

Konkret heißt dies: Die Kanzlei Dr. Werner & Partner führt nur Gründungen durch, die auch wirklich Sinn ergeben. Doch warum wird dieser Ansatz verfolgt? Nun, das hat primär drei Gründe:

  1. Rechtssicherheit für den Mandanten: Ein Firmenkonstrukt, das falsch aufgebaut ist und (teilweise aus Nichtwissen) falsch geführt wird, kann schnell nach hinten losgehen. Bei weitem nicht jedes Unternehmen eignet sich für eine Besteuerung nach dem Malta Limited Modell. Wer den Weg dennoch wählt, begeht Steuerhinterziehung, was in der Regel mit einer Gefängnisstrafe endet. Die Erfahrung der Kanzlei Dr. Werner & Partner führt dazu, dass ein falsches Konstrukt erst gar nicht zustande kommt.
  2. Ruf der Kanzlei Dr. Werner & Partner: Viele werden aus Erfahrung wissen, dass das Risiko, tief zu fallen, besonders hoch ist, wenn hoch gestapelt wird. Es wird ganz bewusst von reißerischen Aussagen zum Thema Firmengründung in Malta abgesehen, da keine falschen Versprechungen gemacht werden sollen und es wird von Anfang an mit offenen Karten gespielt. Die Kanzlei Dr. Werner & Partner ist stolz auf ihren seriösen Ruf und möchte diesen auch beibehalten.

Wer bereits schlechte Erfahrungen mit anderen Beratern gemacht hat, der weiß, dass dies fatal ist, da man sich in der Regel auf das „Fachwissen“ des Beraters verlässt. Eins steht fest: Auf die Kanzlei Dr. Werner & Partner kann sich verlassen werden, Sie werden sehen –  und dann um eine positive Erfahrung reicher sein.

Malta Limited: Diese Anträge und Dokumente sind Pflicht

Die Gründung einer Malta Limited ist wahrlich kein einfaches Unterfangen, der Unterhalt ebenfalls nicht. Große Sorgfalt ist hier sehr wichtig, da das Finanzamt immer besonders genau hinsieht, wenn die effektive Steuerlast niedrig ist. Diese Sorgfalt ist bei uns in der Kanzlei Dr. Werner & Partner schon immer sehr hoch geschrieben worden, weshalb unsere Mandanten stets ausgezeichnet aufgestellt sind, wenn es um Amtswege geht. Wir bieten unseren Mandanten, diese voll zu übernehmen, um so Fehler zu vermeiden. Welche die wichtigsten Anträge und Dokumente hier einzureichen sind, möchte ich in meinem heutigen Beitrag klären.

Annual Return für Malta Limited obligatorisch

Obligatorisch ist in Malta der Annual Return für die Firma. Der Annual Return ist eine Art Rückmeldung an das maltesische Finanzamt, welche über das Unternehmen aufklärt. In diesem Formular müssen sämtliche Änderung der Unternehmensverhältnisse vermerkt werden, wie Umzüge oder Änderungen der Geschäftsführer. Wenn sich nichts Bedeutendes geändert hat, muss dennoch ein Annual Return eingereicht werden. Das Finanzamt Maltas stellt so sicher, dass die Firma noch in Betrieb ist. Frist für das Einreichen dieser Meldung ist das Gründungsdatum der Malta Limited.

VAT Return muss in Malta jedes Quartal eingereicht werden

Ebenfalls Pflicht ist die VAT Return. VAT bedeutet Value Added Tax und damit Mehrwertsteuer, was die VAT Return zu einer Umsatzsteuererklärung macht. Diese muss alle drei Monate am Ende eines jeden Quartals bei der Mehrwertsteuerbehörde, also dem VAT Departement, eingereicht werden. Erzielt die maltesische Limited keinen Umsatz, so muss eine Nullmeldung eingereicht werden.

Audit für Malta Limited muss von Wirtschaftsprüfern geprüft werden

Zu guter Letzt ist noch eine Audit einzureichen. Hierbei handelt es sich um eine von Wirtschaftsprüfern bestätigte Bilanz des Unternehmens. Wir von der Kanzlei Dr. Werner & Partner suchen hierfür immer ein externes Wirtschaftsprüferunternehmen auf, mit welchem wir eng zusammen arbeiten. Einzureichen ist die Audit spätestens zehn Monate nach dem Bilanzstichtag.

Oberste Priorität hat bei uns die Richtigkeit aller Vorgänge der von uns gegründeten Malta Limiteds. Dazu gehört auch das pünktliche Einreichen aller nötigen Dokumente, worauf wir großen Wert legen.