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Auswandern

Maltesische Staatsbürgerschaft erwerben: Neue Informationen

von Philipp M. Sauerborn13 Min. Lesezeit

Zuletzt aktualisiert: 17. Februar 2026

Herzlich willkommen zu meinem ausführlichen Guide zur maltesischen Staatsbürgerschaft durch Investment – oder besser gesagt: zu dem, was davon noch übrig ist.

Denn ich muss Ihnen gleich zu Beginn reinen Wein einschenken:

Am 29. April 2025 hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) das Malta Citizenship by Investment Programm für illegal erklärt.

Aber keine Panik.

In diesem Artikel erkläre ich Ihnen nicht nur, was genau passiert ist und warum. Ich zeige Ihnen auch, welche Alternativen Sie jetzt haben und wie es mit Malta weitergeht.

Schließlich bin ich seit über 15 Jahren auf der Insel und habe die Entwicklung des Golden Passport von Anfang an miterlebt.

Bereit für die ungeschönte Wahrheit?

Dann los.

Ihr Philipp M. Sauerborn

EuGH-Urteil: Das Ende des Malta Golden Passport

Fangen wir mit dem Elefanten im Raum an.

Der Europäische Gerichtshof hat am 29. April 2025 entschieden, dass Maltas Exceptional Investor Naturalisation (MEIN) Programm gegen EU-Recht verstößt. Das Urteil ist endgültig – keine Berufung möglich.

Und jetzt kommt’s:

Die Richter bezeichneten das Programm als „Kommerzialisierung der Staatsbürgerschaft eines Mitgliedstaates und damit der EU-Bürgerschaft“.

Autsch.

Das sitzt.

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Was bedeutet das konkret für Sie?

Ganz einfach:

  • Neue Anträge werden nicht mehr angenommen
  • Laufende Anträge befinden sich in der Schwebe
  • Bereits erteilte Staatsbürgerschaften bleiben gültig
  • Malta arbeitet an einem neuen, EU-konformen Programm

Lassen Sie mich das nochmal betonen: Wenn Sie bereits die maltesische Staatsbürgerschaft durch das MEIN-Programm erhalten haben, sind Sie safe. Diese bleibt gültig.

Aber für alle anderen?

Tja, da wird’s kompliziert.

Die rechtlichen Hintergründe des EuGH-Urteils

Der EuGH argumentierte, dass Malta gegen zwei fundamentale EU-Prinzipien verstoßen hat:

EU-PrinzipVerstoß durch MaltaKonsequenz
Artikel 4(3) EUV – Loyale ZusammenarbeitStaatsbürgerschaft als HandelswareUntergrabung des EU-Vertrauens
Artikel 20 AEUV – EU-BürgerschaftKeine echte Verbindung zum Land nötigEntwertung der EU-Bürgerschaft

Die EU-Kommission hatte bereits 2020 ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet. Malta hat sich drei Jahre lang gewehrt.

Vergeblich.

Was war der maltesische Golden Passport (MEIN)?

Bevor wir zu den Alternativen kommen, lassen Sie mich kurz erklären, was das MEIN-Programm eigentlich war.

Und warum es so attraktiv war.

Das Maltese Exceptional Investor Naturalisation (MEIN) Programm – auch bekannt als „Golden Passport“ – war eines der letzten seiner Art in der EU. Nach dem Ende der Programme in Zypern (2020) und Bulgarien (2022) war Malta der letzte Mohikaner.

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Die Vorteile des maltesischen Passes auf einen Blick

Warum war der maltesische Pass so begehrt?

Hier die harten Fakten:

  • Visa-freie Reise in über 180 Länder – inklusive USA, Kanada, Australien
  • Volle EU-Bürgerrechte – Leben, arbeiten und studieren in allen 27 EU-Ländern
  • Zugang zum Schengen-Raum – Grenzenlose Bewegungsfreiheit in 26 Ländern
  • Steuervorteile bei Non-Dom-Status – Nur Malta-Einkommen wird besteuert
  • Englisch als Amtssprache – Keine Sprachbarriere bei Behörden
  • Doppelte Staatsbürgerschaft erlaubt – Sie müssen Ihren alten Pass nicht abgeben

Klingt zu schön, um wahr zu sein?

War es auch. Deshalb hat die EU dem Ganzen einen Riegel vorgeschoben.

Maltesische Staatsbürgerschaft kaufen: Die bisherigen Kosten im Detail

Jetzt wird’s interessant.

Was hat der Spaß eigentlich gekostet? Und was mussten Sie mitbringen?

Schnallen Sie sich an, die Zahlen haben es in sich.

Die Investitionsanforderungen des MEIN-Programms

Das MEIN-Programm hatte zwei Optionen:

OptionHauptinvestitionResidenz-DauerPro Familienmitglied
Standard-Route€600.00036 Monate+ €50.000
Express-Route€750.00012 Monate+ €50.000

Aber halt!

Das war noch lange nicht alles.

Die versteckten Kosten – was niemand Ihnen erzählt

Zusätzlich zur Hauptinvestition kamen noch diese „Kleinigkeiten“ dazu:

  1. Immobilieninvestment (Pflicht!):

Kauf: Mindestens €700.000 (5 Jahre halten) ODER Miete: Mindestens €16.000 pro Jahr (5 Jahre)

  1. Wohltätige Spende: €10.000 an eine maltesische NGO
  2. Due Diligence Gebühren:

Hauptantragsteller: €15.000 Ehepartner: €10.000 Kinder/Abhängige: €5.000 – €10.000

  1. Anwalts- und Beratungskosten: €30.000 – €80.000
  2. Krankenversicherung: Mindestdeckung €100.000 EU-weit

Rechnen wir mal zusammen:

Gesamtkosten Express-Route für eine Familie (2 Erwachsene, 2 Kinder):

  • Hauptinvestition: €750.000
  • 3 Familienmitglieder: €150.000
  • Immobilie (5 Jahre Miete): €80.000
  • Spende: €10.000
  • Due Diligence: €40.000
  • Beratung: €50.000

Summe: €1.080.000 minimum

Puh. Da muss man erstmal schlucken, oder?

Individual Investor Programme Malta: So lief der Prozess ab

Sie fragen sich jetzt sicher: Wie lief das Ganze eigentlich ab?

Ich erkläre es Ihnen Schritt für Schritt.

Phase 1: Die Vorbereitung (2-3 Monate)

Zuerst brauchten Sie einen lizenzierten Agenten. Ohne den ging gar nichts. Die Community Malta Agency (die Regierungsbehörde) hat nur mit autorisierten Vertretern gearbeitet.

Die Dokumentenliste war… beeindruckend:

  • Polizeiliches Führungszeugnis aus allen Ländern der letzten 10 Jahre
  • Nachweis der Herkunft des Vermögens (Source of Wealth)
  • Nachweis der Herkunft der Investitionsmittel (Source of Funds)
  • Geburtsurkunden, Heiratsurkunden, alles beglaubigt und apostilliert
  • Gesundheitszeugnisse
  • Und etwa 50 weitere Dokumente…

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Phase 2: Residenz-Antrag und Due Diligence (4-6 Monate)

Hier wurde’s ernst.

Die maltesischen Behörden haben eine vierstufige Due Diligence durchgeführt:

  1. Tier 1: Grundlegende Überprüfung durch den Agenten
  2. Tier 2: Erweiterte Prüfung durch spezialisierte Due Diligence Firmen
  3. Tier 3: Regierungsprüfung (Community Malta Agency)
  4. Tier 4: Finale Sicherheitsprüfung (Interpol, Europol Datenbanken)

Gleichzeitig mussten Sie Ihre Residenz in Malta etablieren. Das bedeutete: Mietvertrag unterschreiben und sich anmelden.

Phase 3: Die Wartezeit (12 oder 36 Monate)

Je nach gewählter Route mussten Sie nun 12 oder 36 Monate „Resident“ in Malta sein.

Aber Achtung:

Hier kommt der Trick, über den gleich noch sprechen werden.

Phase 4: Staatsbürgerschaftsantrag (2-4 Monate)

Nach Ablauf der Residenzzeit konnten Sie endlich den eigentlichen Staatsbürgerschaftsantrag stellen.

Jetzt mussten Sie auch die Investitionen tätigen:

  • Überweisung an den National Development and Social Fund
  • Immobilienkauf oder langfristiger Mietvertrag
  • Spende an die NGO

Phase 5: Der Treueeid und die Einbürgerung

Der finale Schritt: Sie mussten persönlich nach Malta kommen und den Treueeid (Oath of Allegiance) ablegen.

Danach erhielten Sie:

  • Das Certificate of Naturalization
  • Den maltesischen Pass
  • Die maltesische ID-Karte

Gesamtdauer Express-Route: 14-18 Monate

Gesamtdauer Standard-Route: 38-42 Monate

Der 12-Monate-Trick: Residenz ohne echten Aufenthalt

Jetzt kommt der Teil, über den niemand gerne spricht.

Die „Residenz-Anforderung“.

Offiziell mussten Sie 12 oder 36 Monate in Malta „resident“ sein. Aber was bedeutete das wirklich?

Hier die Wahrheit:

Was „Residenz“ wirklich bedeutete

Laut Jonathan Cardona, dem ehemaligen Leiter des Individual Investor Programmes, musste man zwar 12 Monate auf der Insel gemeldet sein, es bestand aber keine Aufenthaltspflicht.

Richtig gelesen.

Sie mussten nur zweimal nach Malta kommen:

  1. Einmal für die Anmeldung – Mietvertrag unterschreiben, Meldeadresse registrieren
  2. Einmal für den Treueeid – Am Ende des Prozesses

Dazwischen? Völlige Freiheit.

Aber halt – da war doch was mit „genuine link“?

Ja, das war der große Streitpunkt.

Die EU-Kommission argumentierte, dass eine echte Verbindung zum Land bestehen müsse. Malta konterte mit dem Prinzip der Bewegungsfreiheit.

In der Praxis sah das so aus:

Was Malta verlangteWas tatsächlich passierte
Meldeadresse in Malta✓ Wohnung gemietet, nie bewohnt
Connecting factors✓ Mitgliedschaft im Golfclub, nie gespielt
Integration✓ Spende an NGO, nie besucht
Physische Präsenz✗ 2-4 Tage im Jahr

Sehen Sie das Problem?

Die EU schon. Deshalb das Urteil.

Meine persönliche Einschätzung dazu

Ich bin seit über 15 Jahren auf Malta. Ich lebe hier, arbeite hier, meine Kinder gehen hier zur Schule.

Und ehrlich?

Es hat mich immer gestört, dass Menschen die Staatsbürgerschaft bekommen konnten, ohne jemals wirklich hier gelebt zu haben.

Verstehen Sie mich nicht falsch:

Ich bin absolut für Investment Migration. Es bringt Kapital, schafft Arbeitsplätze, fördert die Wirtschaft.

Aber eine Staatsbürgerschaft sollte mehr sein als eine Finanztransaktion.

Sie sollte eine echte Verbindung zum Land widerspiegeln.

Alternativen zur maltesischen Staatsbürgerschaft

Okay, genug der Vergangenheit.

Was sind Ihre Optionen JETZT?

Ich habe gute Nachrichten: Es gibt sie noch, die Alternativen.

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Option 1: Malta Permanent Residency Programme (MPRP)

Die Malta Permanent Residency ist noch quicklebendig und EU-konform.

Die Eckdaten:

  • Investition: Ab €37.000 Regierungsbeitrag + Immobilie (Kauf ab €375.000 oder Miete ab €14.000/Jahr)
  • Bearbeitungszeit: 4-6 Monate
  • Vorteile: EU-Aufenthaltsrecht, Schengen-Reisefreiheit
  • Nachteile: Keine Staatsbürgerschaft, keine EU-Arbeitsrechte

Nach 5 Jahren können Sie die Staatsbürgerschaft beantragen – aber nur, wenn Sie WIRKLICH in Malta leben.

Option 2: Andere EU-Programme

Hier eine Übersicht der aktuell verfügbaren EU-Programme:

LandProgrammMindestinvestitionWeg zur Staatsbürgerschaft
PortugalGolden Visa€500.000 (nur Fonds)5 Jahre
GriechenlandGolden Visaab €250.000*7 Jahre
ItalienInvestor Visa€250.00010 Jahre

*Griechenland: Gestaffelt seit Sept. 2024 – €250.000 nur für Umwidmungsprojekte, €400.000 in den meisten Gebieten, €800.000 in Athen, Thessaloniki und beliebten Inseln. Spaniens Golden Visa wurde im April 2025 abgeschafft.

Aber Vorsicht:

Keines dieser Programme bietet direkte Staatsbürgerschaft. Sie müssen den langen Weg gehen.

Option 3: Karibische Staatsbürgerschaften

Wenn es unbedingt ein zweiter Pass sein muss, schauen Sie in die Karibik:

  • St. Kitts & Nevis: Ab $250.000 – Der Klassiker
  • Dominica: Ab $200.000 – Der Preis-Leistungs-Sieger
  • Antigua & Barbuda: Ab $200.000 – Mit Kanada-Visum
  • Grenada: Ab $200.000 – Mit USA E-2 Visum Option
  • St. Lucia: Ab $200.000 – Der Newcomer

Diese Programme sind legal, etabliert und international anerkannt.

Aber:

Ein karibischer Pass ist kein EU-Pass. Die Reisefreiheit ist eingeschränkt, die wirtschaftlichen Möglichkeiten begrenzt.

Option 4: Der Firmengründungsweg

Mein persönlicher Favorit für Unternehmer:

Gründen Sie eine Malta Limited und bauen Sie eine ECHTE Präsenz auf.

Der Vorteil:

  • Sie nutzen Maltas Steuervorteile (effektiv 5% Körperschaftsteuer)
  • Sie bauen echte Verbindungen zum Land auf
  • Nach 5 Jahren echter Präsenz: Einbürgerung möglich
  • EU-konform und nachhaltig

Ja, es dauert länger. Ja, es erfordert echtes Engagement.

Aber es ist der einzige Weg, der langfristig Bestand haben wird.

Die Zukunft der Malta Citizenship: Was kommt als Nächstes?

Die große Frage: Wie geht es weiter?

Im Juli 2025 hat Innenminister Byron Camilleri das neue Gesetz zur Staatsbürgerschaft durch Verdienst vorgestellt. Am 24. Juli 2025 wurde das Gesetz (Act XXI of 2025) vom Parlament verabschiedet, und am 30. Juli 2025 wurden die zugehörigen Verordnungen (Legal Notice 159 of 2025) veröffentlicht.

Das MEIN-Programm wurde damit formal abgeschafft und durch das neue System „Citizenship by Exceptional Merit" ersetzt.

Was das neue Programm beinhaltet

  1. Echte Residenzpflicht – Mindestens 183 Tage pro Jahr in Malta
  2. Längere Wartezeiten – Mindestens 5 Jahre Residenz
  3. Qualitative Kriterien – Nicht nur Geld, sondern auch:

Geschäftsgründungen mit Arbeitsplätzen Technologietransfer Außergewöhnliche kulturelle oder wissenschaftliche Beiträge

  1. Strengere Due Diligence – Noch intensivere Hintergrundprüfungen
  2. Sprachkenntnisse – Englisch- oder Maltesisch-Nachweis

Mit anderen Worten:

Es ist ein komplett anderes Programm.

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Die EU-weiten Implikationen

Das EuGH-Urteil hat Signalwirkung für ganz Europa.

Was bedeutet das konkret?

TrendKonsequenzZeitrahmen
Ende der CBI-Programme in der EUKeine direkten Pässe mehr gegen GeldBereits eingetreten
Verschärfung der Golden Visa ProgrammeHöhere Investments, längere Wartezeiten2025-2026
Fokus auf „Genuine Links“Echte Integration wird PflichtAb sofort
Harmonisierung der EU-StandardsEinheitliche Regeln für alle Mitgliedstaaten2026-2027

Die goldenen Zeiten des „Pass-Shopping“ in Europa sind definitiv vorbei.

Mein persönliches Fazit nach 15 Jahren Malta-Erfahrung

Lassen Sie mich ganz ehrlich mit Ihnen sein.

Das Ende des MEIN-Programms ist kein Weltuntergang.

Im Gegenteil:

Es ist eine Chance für Malta, ein nachhaltigeres, faireres System zu entwickeln.

Was ich Ihnen rate

Wenn Sie ernsthaft an Malta interessiert sind:

  1. Kommen Sie her und leben Sie hier – Zumindest für ein paar Monate im Jahr
  2. Bauen Sie echte Verbindungen auf – Geschäftlich, sozial, kulturell
  3. Nutzen Sie die Steuervorteile legal – Mit einer Malta Limited und echter Substanz
  4. Denken Sie langfristig – Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut

Malta ist ein wunderbares Land. 300 Sonnentage im Jahr. Eine boomende Wirtschaft. Englisch als Amtssprache. EU-Mitgliedschaft.

Aber es sollte mehr sein als nur ein Stempel im Pass.

Die unbequeme Wahrheit

Viele meiner Mandanten fragen mich: „Philipp, was ist der schnellste Weg zum EU-Pass?“

Meine Antwort ist immer dieselbe:

Es gibt keinen schnellen Weg mehr. Und das ist auch gut so.

Eine Staatsbürgerschaft ist ein Privileg, keine Ware.

Wenn Sie das verstehen und bereit sind, sich wirklich zu engagieren, dann ist Malta immer noch eine exzellente Wahl.

Wenn Sie nur einen schnellen Pass wollen?

Dann schauen Sie in die Karibik. Oder überdenken Sie Ihre Strategie.

Mein Angebot an Sie

Ich bin hier. In Malta. Seit 15 Jahren.

Ich kenne jeden Stein auf dieser Insel, jede Behörde, jedes Schlupfloch (und jede Sackgasse).

Wenn Sie ernsthaft interessiert sind, Malta zu Ihrer neuen Heimat zu machen – nicht nur auf dem Papier, sondern wirklich – dann lassen Sie uns sprechen.

Ich zeige Ihnen den realistischen Weg. Ohne Beschönigung, ohne falsche Versprechungen.

Aber mit der Expertise von jemandem, der den Weg selbst gegangen ist.

Bereit für den nächsten Schritt?

Dann kontaktieren Sie mich.

Ihr Philipp M. Sauerborn

P.S.: Übrigens – ich war gestern wieder mit meiner Tochter am Strand. Im Dezember. Bei 22 Grad. Nur so als Reminder, warum Malta trotz allem ein großartiger Ort ist.

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Häufige Fragen

Kann ich noch die maltesische Staatsbürgerschaft durch Investment bekommen?

Nein, das MEIN-Programm wurde am 29. April 2025 vom EuGH für illegal erklärt. Malta arbeitet an einem neuen Programm, aber dieses wird völlig andere Anforderungen haben – insbesondere echte Residenz und genuine Verbindungen zum Land.

Was passiert mit bereits erteilten Staatsbürgerschaften?

Diese bleiben gültig. Der EuGH hat nur das Programm selbst für illegal erklärt, nicht die bereits erteilten Staatsbürgerschaften. Wenn Sie bereits einen maltesischen Pass durch das MEIN-Programm erhalten haben, behalten Sie diesen.

Wie viel kostete die maltesische Staatsbürgerschaft?

Das alte MEIN-Programm kostete mindestens €600.000 (bei 36 Monaten Residenz) oder €750.000 (bei 12 Monaten), plus Immobilieninvestment (€700.000 Kauf oder €16.000 Jahresmiete), Spenden und Gebühren. Die Gesamtkosten lagen meist über €1 Million.

Gibt es Alternativen zum maltesischen Golden Passport?

Ja, aber keine direkten EU-Staatsbürgerschaften mehr. Alternativen sind: Malta Permanent Residency (MPRP), andere EU Golden Visa Programme (Portugal, Griechenland, Italien) mit Weg zur Einbürgerung nach 5-10 Jahren, oder karibische Staatsbürgerschaftsprogramme. Spaniens Golden Visa wurde im April 2025 abgeschafft.

Kann ich über eine Malta Limited zur Staatsbürgerschaft kommen?

Indirekt ja. Wenn Sie eine Malta Limited gründen, hier wirklich leben und arbeiten, können Sie nach 5 Jahren kontinuierlicher legaler Residenz die Einbürgerung beantragen. Dies erfordert aber echte Integration und physische Präsenz.

Was wird das neue Malta-Programm beinhalten?

Das neue Gesetz (Act XXI of 2025) sieht echte Residenzpflicht (183+ Tage/Jahr), mindestens 5 Jahre Wartezeit, qualitative Kriterien (Arbeitsplätze schaffen, Technologietransfer) und Sprachnachweise vor.

Ist Malta Permanent Residency noch möglich?

Ja, das Malta Permanent Residency Programme (MPRP) ist weiterhin verfügbar und EU-konform. Es kostet ab €37.000 Regierungsbeitrag plus Immobilie (Kauf ab €375.000 oder Miete ab €14.000/Jahr) und bietet Aufenthaltsrecht in Malta sowie Schengen-Reisefreiheit.

Warum hat der EuGH gegen Malta entschieden?

Der EuGH sah die „Kommerzialisierung der Staatsbürgerschaft“ als Verstoß gegen EU-Prinzipien. Das Gericht argumentierte, dass EU-Bürgerschaft mehr als eine Finanztransaktion erfordert – nämlich eine echte Verbindung zum Mitgliedstaat.

Kann ich das Urteil anfechten wenn mein Antrag abgelehnt wird?

Das EuGH-Urteil selbst ist endgültig und nicht anfechtbar. Für laufende Anträge empfiehlt sich rechtliche Beratung, da möglicherweise Ansprüche auf Schadensersatz oder Rückerstattung bestehen könnten.

Lohnt sich Malta trotzdem noch für Unternehmer?

Absolut! Malta bietet weiterhin exzellente Steuervorteile für Unternehmen (effektiv 5% Körperschaftsteuer), EU-Marktzugang, englische Sprache und 300 Sonnentage. Die Kombination aus Geschäft und langfristiger Residenz kann immer noch zur Staatsbürgerschaft führen – nur eben auf dem regulären Weg.

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Haftungsausschluss: Die Inhalte dieses Artikels dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keine Steuer-, Rechts- oder Finanzberatung dar. Trotz sorgfältiger Recherche übernehmen wir keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen. Steuerrechtliche Regelungen unterliegen ständigen Änderungen. Für eine individuelle Beratung wenden Sie sich bitte an einen qualifizierten Steuerberater. Die Nutzung der Inhalte erfolgt auf eigene Verantwortung.

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